Nachtrag 1: Bad Waldliesborn

Unser Lager im Mai bei den Söldnern der Reichen war auf jeden Fall mal wieder erinnerungswürdig. Das Wetter war hervorragend, der Markt schön, die Laune gut – und wir haben auch noch Gewinn gemacht! Angereist waren Ava, Eleonore, Marek, Eilric, Bjorn, Kilian, Offinia und Yolanda sowie ein Gast namens Jonas. Der Aufbau lief als einziger in dieser Saison wirklich flüssig, auch wenn sich der Anhänger mit Kilian und Bjorn verspätete (weil es tatsächlich Hügel gibt in Richtung Waldliesborn – die schaffte unser zugegebenermaßen etwas überladenes Gespann mit exakt 20 km/h…). Da wir äußerst ausgehungert waren, versorgten wir uns in der Dämmerung mit Fladen aus den italienischen Landen, die wir allerdings dermaßen in Knoblauchöl getränkt genossen, dass sogar ihr Verkäufer ein wenig verstört war :) 

Ava und Yolanda haben auf diesem Markt zum ersten Mal Frisurenflechten angeboten und wurden schier überrannt; auf einen solchen Ansturm (und eine solche Zahlungsbereitschaft…) waren wir wirklich nicht vorbereitet, hatten aber jede Menge Spaß dabei!

Zudem konnten wir unseren Gewinn auch direkt wieder ausgeben: unsere überaus netten Nachbarn hatten einiges an Lagergeschirr über, das wir ihnen mit Begeisterung abkauften und unseren Bestand gut aufstockten. Danke nochmals dafür!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansonsten verlief alles normal: Offinia verbrühte sich den Fuß (eine Verletzung pro Lager ist Pflicht), wir spielten viel Wikingerschach, die Jungs prügelten sich (ein wenig, bei der Hitze war die Kampfbereitschaft nicht so groß).

 

 

(Sagte ich, die Jungs prügelten sich? Wir konnten Eleonore beim geheimen Dämmerungstraining mit Marek observieren...)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie gesagt, alles normal, bis Bjorn Sonntagmorgen feststellte, dass ihm bei der Rückkehr vom nächtlichen Zechgelage Kilian verloren gegangen war. Zunächst machten wir uns keine Sorgen, denn Kilian geht bisweilen verloren; wir suchten dennoch grob den Platz ab und informierten die Söldner, dass uns wer verloren gegangen war. Diese waren es auch, die uns wenig später breit grinsend über Kilians Verbleib informierten: unserem Faultier war der Weg zum Lager zu lang erschienen, sodass er kurzentschlossen bäuchlings unter sein Auto gekrochen war, das in der Nähe der Taverne parkte und dort mit dem Gesicht in der Erde eingerastet war. So fanden wir ihn,  immer noch schlafend und unter großem Gelächter (nicht nur unserem!) begleitet… 

Pünktlich zum Abbau änderte sich das Wetter und es begann in Strömen zu gießen; immerhin konnten wir da gleich feststellen, dass das neue Sonnensegel tatsächlich absolut wasserfest ist! Das ist auch gut so, denn beim nächsten Markt hatten wir ein dichtes Sonnensegel bitter nötig…

Auf jeden Fall: vielen Dank an die Söldner der Reiche für diesen schönen Markt!